Studienprogramm

Der interdisziplinäre Austausch soll im Rahmen von Kolloquien (2-std.) und Vorlesungen (2-std., mit wenigstens 30min Diskussion) gewährleistet werden. Sie stellen die Plattform der Zusammenarbeit dar. Der Kreis der beteiligten Dozenten hat sich zu diesem Zweck auf Themen für Kolloquien und Überblicksvorlesungen geeinigt. In den Überblicksvorlesungen werden zentrale Fragestellungen des Kollegs behandelt, wobei die jeweiligen Semesterthemen einzelne Aspekte des Gesamtthemas erforschen.

Die Vorlesungen vermitteln auch einen Überblick über die genannten Themen, sollen aber darüber hinaus einer gemeinsamen wissenschaftlichen Zwischenbilanz dienen. Um die Ergebnisse dieser Vorlesungen und den Fortschritt in der Diskussion zu dokumentieren und vor allem auch später hinzukommenden Kollegiaten den Einstieg in die Diskussion zu erleichtern, werden zum Abschluss jeden Semesters die einzelnen Referate der beteiligten Dozenten in einem Manuskript zusammengefasst (zumindest als Gliederung mit Literaturangaben). Dies soll es den Kollegiaten auch erleichtern, zu dem jeweils in ihrer Dissertation bearbeiteten Gegenstand rascher und gezielter zu vergleichbaren Befunden und Diskussionen in anderen Fächern des Kollegs hingeführt zu werden.

In den Kolloquien werden vor allem die Einzelprojekte der Kollegiaten vorgestellt und diskutiert. Die beteiligten Dozenten unterstützen so in doppelter Weise durch Diskussion und Hinweise die Kollegiaten auch aus anderen Fächern.

Neben Kolloquien und Vorlesungen enthält der Studienplan einen dritten Veranstaltungstypus, die konzentrierten Spezialseminare (sog. Workshops). Vom zweiten Förderungsjahr an werden die Kollegiaten eng in die Planung und Koordinierung dieses Teils im Studienplan eingebunden, indem sie selbst thematische Workshops, zu denen Gastwissenschaftler zu laden sind, entwerfen und organisieren.

Ergänzt wird das Studienprogramm durch gemeinsame Exkursionen von Kollegiaten und Dozenten z. B. zu einschlägigen Ausstellungen, in die großen Museen (London, Paris, Berlin).

Der Betreuer richtet sich nach dem für die Dissertation gewählten Fach. Dort, wo es sinnvoll erscheint, wird eine Doppelbetreuung vorgenommen. Neben Vorträgen in den oben genannten Kolloquien sollen die Kollegiaten einmal pro Jahr einen ausführlichen Bericht (und einzelne Manuskriptteile) an den Betreuer abgeben. Diese Berichte werden in den regelmäßig zu Semesterbeginn und -ende abgehaltenen Sitzungen der Dozenten vorgestellt und besprochen. Auf diese Weise soll die Leistung kontrolliert und eine zügige Fertigstellung der Dissertation ermöglicht werden.

Studienplan
Veranstaltungsplan für die zweite Förderungsdauer



1. Semester
Vorlesung: Vergangenheitsbezug und Tradition (Koordination: Hose/Zimmermann)
Kolloquium: Forschungsprojekte der beteiligten Dozenten
Workshop: Geschichte als Prestigemarker

2. Semester
Vorlesung: Festkultur (Koordination: Sallaberger/van Ess)
Kolloquium: Stipendiaten: Vorstellung der Projekte
Workshop: Prestigeverlust


3. Semester
Vorlesung: Bilder des Fremden (Koordination: Schneider/Roaf)
Kolloquium: Stipendiaten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –


4. Semester
Vorlesung: Interkulturelles Prestige (Koordination: Metzner-Nebelsick/N.N.)
Kolloquium: Stipendiaten/Dozenten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –


Gemeinsame Forschungstagung aller beteiligten Fächer


5. Semester
Vorlesung: StadtBilder (Koordination: Ritter/Höllmann)
Kolloquium: Stipendiaten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –


6. Semester
Vorlesung: Königliches Ansehen (Koordination: Miller/Bauer)
Kolloquium: Stipendiaten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –


7. Semester
Vorlesung: Vom Material zum Artefakt (Koordination: Hartmann/Schneider)
Kolloquium: Stipendiaten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –


8. Semester
Vorlesung: Medialität von Prestige (Koordination: N.N./Roaf)
Kolloquim: Stipendiaten
Workshop: – von Stipendiaten zu entwerfen –